Verdeckte Ermittlungen

 

Die Einschleusung eines verdeckten Ermittlers (vE) in ein Unternehmen oder eine Institution bedarf einer sorgfältigen Vorbereitung. Selten werden Ergebnisse oder Erkenntnisse kurzfristig eruiert. Entsprechend mittelfristig sollte eine Einschleusung oder verdeckte Ermittlung ausgelegt werden.

Zunächst werden bei der Einschleusung eines vE zu verdeckten Ermittlungen zwei Varianten unterschieden:

  • Täterorientierte Ermittlungen ...

... sind gegen eine der Tat verdächtige Person gerichtet,

  • Objektorientierte Ermittlungen ...

... dienen dem Auffinden der gestohlenen bzw. unklärbar verschwundenen Wirtschaftsgüter. Aufgrund der Auffindesituation, des Auffindeortes und anderer Faktoren zieht man Rückschlüsse auf den Täter. Diese Methode ist geeignet bei unerklärlichen Inventurdifferenzen, welche mit den Möglichkeiten der internen Revision nicht erklärbar sind. Am Ende dieser Einschleusung oder verdeckten Ermittlung kann sich ebenso herausstellen, daß ein Fehler im Organisationsprozess zu den Inventurdifferenzen geführt hat.

Verdeckte Einsätze sind nicht Jedermanns Sache, auch kann nicht Jedermann diese Einsätze durchführen. Wir empfehlen dabei grundsätzlich den Einsatz eines nicht am Einsatzort ansässigen Ermittlers mit beruflicher Vorbildung bzw. ausreichend Kenntnisse für den vorgesehen Einsatzort (Lager, Buchhaltung, Verkauf, Einkauf, etc.). Darüber Hinaus  muss der verdeckte Ermittler über Kenntnisse in der nachrichtendienstlichen (verdeckten) Vernehmung besitzen. Wie der Ermittler unauffällig an die offene Stelle herangeführt wird, muß im Einzelfall entschieden werden. Es gibt hierfür verschiedene erfolgversprechende Möglichkeiten.

Sinnvoll könnte eine solche Maßnahme sein bei

  • Sabotagehandlungen
  • unauthorisierten Informationsabflüssen
  • nicht erklärbare Inventurdifferenzen
  • Diebstahl

und weitere.