Schutzkonzept / Sicherheitskonzept

Mit den Erkenntnissen aus Gefahrenanalyse und Risikosanalyse wird nun mit Blick auf die definierten Schutzziele ein passendes Sicherheitskonzept / Schutzkonzept erarbeitet. Ein weiterer, bestimmender Faktor in der Erstellung des Sicherheitskonzeptes sind betriebswirtschaftliche Aspekte. So werden die Kostenermittlung und die Einholung von Angeboten verschiedener Sicherheitsdienstleister wesentlichen Einfluss bei der Entscheidungsfindung haben. Im Normalfall werden mehrere Varianten und Alternativen erarbeitet und zur Entscheidung anstehen.  Ein Sicherheitskonzept / Schutzkonzept sollte dabei mindestens enthalten die Elemente

  • organisatorische Maßnahmen, wie z. B. das Vieraugenprinzip, das Einführen einer Unterschriftengrenze, das Einführen diverser Sicherheitssektoren mit unterschiedlicher Zutrittsberechtigung, Need to know Prinzip, Mitarbeitersensibilisierung, Einführung ethischer Kodizes u . a.
  • technische Maßnahmen, wie z. B. eine Befriedung bzw. Umfriedung mit Stahlgitterzaun, Perimeterüberwachung mit bildgebenden Mitteln (Videoüberwachung) u. a.
  • und personelle Maßnahmen, wie z. B. Streifengänge von Sicherheitspersonal bzw. Einsatz eines Sicherheitsdienstes im Allgemeinen, Aufbau einer Revisionsabteilung u. a.

welche zur Reduzierung des Risikos beitragen. Letztlich liegt es beim Entscheidungsorgan des Unternehmens oder der verantwortlichen Person, für welche Variante der Entschluß gefasst wird.Das verbleibende, in den Schutzzielen definierte Restrisiko wird anderweitig, evt. durch eine Versicherung oder spezielle Rücklagen abgesichert.